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Und eine Kamera in die Hände

Von Ekkehard Knörer

09.06.2010. Zum Auftakt des Sommerlochs verzichten wir heute auf Rezensionen. Dafür ein langes Gespräch mit den Kuratoren der Filmreihe "Spuren eines dritten Kinos", die gerade im Berliner Zeughaus-Kino läuft: über den Widerstand gegen filmischen Nationalismus, Reaktionen des Kinos auf koloniale Vergangenheit sowie politische Unterdrückung der Gegenwart. In China, auf den Philippinen, in Brasilien, im französisch-maghrebinischen Kino und in der als "Nollywood" bezeichneten Videokultur in Nigeria.

Der Normalkinobetrieb schaltet gerade auf Sommerloch cum Fußball-WM. Die Starts dieser Woche haben wir hier - siehe "My Name is Khan" und "Mammut" (1/2) - entweder bereits während der Gelegenheit Berlinale behandelt oder sie locken nicht unbedingt zur ausführlichen Behandlung.

Darum gibt es heute einmal etwas ganz anderes. Im Berliner Zeughaus-Kino läuft noch bis Ende Juni die Filmreihe "Spuren eines Dritten Kinos", eine der spannendsten Reihen, die in der letzten Zeit programmiert worden sind. In fünf Schwerpunkten geht es um das "politische Weltkino" (um einen Begriff von Nikolaus Perneczky aufzugreifen) unserer Zeit. Die Schwerpunkte sind: das Kino der Philippinen, Produktionen aus China, das maghrebinisch-französische Migranten-Kino, Brasilien und die nigerianische Videoproduktion, die sehr schnell den Spitznamen "Nollywood" weg hatte. Der Titel der Reihe wählt gezielt den Bezug auf das "Dritte Kino", also jenes in der Regel marxistisch inspirierte Befreiungskino der sechziger Jahre in Ländern der (noch) nicht zum liberal-demokratisch ausformulierten Kapitalismus entwickelten Welt.

Ich habe micht über die Filmreihe (per Mail) mit den vier KuratorInnen unterhalten: Cecilia Valenti (Blog), Nikolaus Perneczky (Blog), Fabian Tietke (Blog) und - last but not least - der den regelmäßigen Lesern dieser Kolumne wohl bekannte Lukas Foerster (Blog). Das Gespräch besteht aus zwei Teilen. Der erste dreht sich um Grundsatzfragen, im zweiten geht es einlässlicher um die fünf Schwerpunkte und die dafür ausgewählten Filme.

1. Teil: Grundsatzfragen


Filmstill aus Raya Martins "Indpendencia"

Eure Reihe versteht sich nicht als rein cinephil, sie will nicht einfach noch ein Quasi-Festival sein. Wie würdet Ihr den (politischen) Einsatz Eurer Auswahl im Verhältnis dazu beschreiben?


Fabian Tietke: Zum einen plädiert die Reihe schon als solche dafür, den filmischen Nationalismus, den die hiesigen Förderstrukturen nahelegen - und der alle Ebenen der Filmpolitik durchzieht -, zu überdenken. Dass die Produktion, der Verleih und die Auswertung von deutschen Filmen in erheblichem Ausmaß gefördert wird, führt viel zu oft dazu, dass sich ein filmischer Provinzialismus einstellt. Kino sollte sich zumindest dagegen wehren, nur noch als Feld der Wirtschaftsförderung zu gelten.

Daneben aber steht noch eine Reihe von anderen Überlegungen. Ronald Schernikau hat mal geschrieben: "die Welt wird am besten von denen beschrieben, die am wenigsten von ihr haben: noch." In etwa umreißt das unsere ersten Gedanken, dass gerade der Blick auf Produktionen, die auch in ihren jeweiligen Herkunftsregionen eher randständig sind, vielleicht für Überlegungen zu einem politisch interessierten Kino wichtig sein könnten.

Andererseits muss man natürlich sagen, dass das mit den Rändern ja auch eher Quatsch ist und einem nur von hier aus so vorkommt. Die Filme, die wir zeigen kommen aus einigen der Länder mit dem größten Wirtschaftswachstum, fast alle Länder sind in den jeweiligen Regionen extrem wichtig.


Filmstill aus Jose Mojica Marins "Embodiment of Evil"

Welches Publikum erhofft, erwartet, habt Ihr? Gibt es Diskussionen nach den Filmen? Wie diskursfreudig scheinen die Besucher - aber auch die Medien -, wie offen für die Ästhetiken und politischen Haltungen der Filme?

Cecilia Valenti: Während unserer kuratorischen Arbeit stellte sich die Frage nach dem Zielpublikum aHealth Supercumslut Lt Gb No Gisloyst Se Cgi Super Cum Slut Ekkehr Knrer: Und eine Kamera n i Hände Health Supercumslut Lt Gb No Gisloyst Se Cgi Super Cum Slutp x Slut Super m m Slut Slut zHealth Supercumslut Lt Gb No Gisloyst Se Cgi Super Cum Slut Ekkehr Knrer: Und eine Kamera n i Hände Health Supercumslut Lt Gb No Gisloyst Se Cgi Super Cum Slutz u r r Slut Cum